Nicht jede Kamera darf alles sehen.
Private Kameras.
Öffentlicher Raum.
Deine Rechte.
OpenStreetMap statt Google
Standort markieren.
Beobachtung festhalten.
Betreiber noch unbekannt?
Anfrage an die Kommune
oder Hinweis an die Aufsicht.
Betreiber schon bekannt?
Informationen anfordern.
Dein Anliegen formulieren.
Dein Schreiben. Deine Wahl.
Text bearbeiten, mitnehmen
und selbst versenden.
Du hast eine Kamera entdeckt und möchtest klären, was sie erfasst? Beginne mit dem, was du schon weißt.
Vom Standort zum nächsten Schritt
Hier hängt eine Kamera.
Setze einen Punkt auf die Straßenkarte. Halte fest, was du wirklich beobachtet hast – und was noch offen ist.
Deine Kameramappe 0
Standorte, Notizen und Arbeitsstand mitnehmen. Ohne Konto und ohne automatische Speicherung.
Nicht bei null anfangen
Deine Rechte.
Deine Werkzeuge.
Vom ersten Nachfragen bis zur Beschwerde: Wähle den passenden Ausgangstext. Alle Entwürfe bleiben bearbeitbar.
Standardtexte ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Förmliche Abmahnungen, Vertragsstrafen, Schadensersatz oder eine gerichtliche Durchsetzung gehören in eine gesonderte Prüfung.
Anwalt finden ↗Erst beobachten. Dann einordnen.
Eine Kamera ist
noch kein Beweis.
Von außen ist oft nicht erkennbar, ob eine Kamera aktiv ist, wie sie eingestellt wurde oder welche Bereiche ausgeblendet sind. Deshalb trennen die Vorlagen Beobachtung, Vermutung und offene Fragen.
Deine kleine Nachweisliste
Nicht das Grundstück betreten, nicht an der Kamera hantieren. Fotos nur rechtmäßig anfertigen und nicht ungeprüft veröffentlichen.
Nicht pauschal verboten, nicht pauschal erlaubt.
Bei privaten Betreibern ist insbesondere Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO relevant: Zweck, Erforderlichkeit und Interessenabwägung zählen. Ein Hinweisschild allein macht eine Aufnahme nicht zulässig.
BVerwG, 27.03.2019 – 6 C 2.18Gehweg und Nachbargarten sind nicht einfach mitgemeint.
Erfasst eine private Kamera auch öffentlichen Raum, greift die rein persönliche Haushaltsausnahme regelmäßig nicht. Auch ohne Speicherung kann die Live-Beobachtung eine Datenverarbeitung sein.
BfDI: Videoüberwachung und Grenzen der HaushaltsausnahmeDie Kommune ist ein Einstieg, nicht automatisch die Aufsicht.
Eine Anfrage kann vorhandene Informationen oder den richtigen Kontakt erschließen. Datenschutzaufsicht für private Betreiber ist meist eine Landesbehörde. Ein vorheriges Kommunalschreiben ist keine allgemeine Voraussetzung für eine Beschwerde.
BfDI: Zuständigkeiten und AufsichtsbehördenAuch Überwachungsdruck braucht konkrete Anhaltspunkte.
Eine nachvollziehbare Verdachtssituation kann persönlichkeitsrechtlich bedeutsam sein. Die bloße hypothetische Möglichkeit, gefilmt zu werden, reicht nicht aus.
BGH, 16.03.2010 – VI ZR 176/09Gut zu wissen
Klare Antworten.
Keine falschen
Versprechen.
Die wichtigsten Fragen zur Karte, zu deinen Eingaben und zu den nächsten Schritten.
Ist ein gesetzter Kartenpunkt schon eine Meldung?
Nein. Der Punkt ist Teil deiner lokalen Arbeitsmappe. Er wird weder veröffentlicht noch an OpenStreetMap, eine Kommune oder eine Datenschutzaufsicht als Kamerameldung übermittelt. Kartenabrufe sowie ausdrücklich ausgelöste Ortssuchen sind davon getrennte Internetverbindungen.
Muss die Kommune den Betreiber für mich ermitteln?
Das wird hier nicht zugesagt. Die Vorlage bittet um bereits vorhandene, mitteilbare Angaben, eine Prüfung der eigenen Zuständigkeit und gegebenenfalls einen Kontakt- oder Weiterleitungshinweis. Ein konkreter Informationszugangsanspruch wäre nach dem jeweils einschlägigen Recht gesondert zu prüfen. Die Datenschutzaufsicht bleibt unabhängig davon erreichbar. Zuständigkeiten
Was ist der Unterschied zwischen Eigentümer und Betreiber?
Datenschutzrechtlich verantwortlich ist grundsätzlich, wer über Zwecke und Mittel der Verarbeitung entscheidet. Das kann ein Mieter, ein Geschäft, eine Verwaltung oder eine andere Stelle sein – nicht unbedingt der Grundstückseigentümer. Art. 4 Nr. 7 DSGVO
Kann ich etwas tun, ohne selbst gefilmt worden zu sein?
Du kannst einen sachlichen Prüfhinweis an die Aufsicht vorbereiten. Die Beschwerde nach Art. 77 DSGVO und persönliche Betroffenenrechte sind davon zu unterscheiden. Im Assistenten wird bei „Nein, nur beobachtet“ statt einer eigenen Datenschutzbeschwerde ein Prüfhinweis erzeugt. BayLDA: Beschwerde oder Kontrollanregung
Bekomme ich durch eine Auskunft auch die Aufnahmen?
Art. 15 DSGVO umfasst eine Bestätigung, Informationen und gegebenenfalls eine Kopie der dich betreffenden personenbezogenen Daten. Rechte anderer Personen sind zu beachten. Eine Kamera kann nur live übertragen; Aufnahmen können auch bereits gelöscht sein. Deshalb ist eine genaue zeitliche Eingrenzung hilfreich. Art. 15 DSGVO
Wie lange darf eine Antwort dauern?
Für die Ausübung von Betroffenenrechten nach Art. 15 bis 22 gilt grundsätzlich die Monatsfrist des Art. 12 Abs. 3 DSGVO; eine begründete Verlängerung ist unter den gesetzlichen Voraussetzungen möglich. Diese Regel wird hier nicht auf eine allgemeine Anfrage an eine Kommune übertragen. Die Anwendung berechnet keine verbindlichen Fristen. Art. 12 DSGVO
Werden meine Angaben oder Fotos gespeichert?
Die Anwendung hält die Eingaben nur im Arbeitsspeicher dieses Browserfensters. Es gibt kein Benutzerkonto, kein Backend, keine automatische Speicherung im Browser und keinen Foto-Upload. Mit „Mappe sichern“ erstellst du selbst eine JSON-Datei; Fotos sind nur bei ausdrücklicher Auswahl enthalten. Beim Neuladen gehen ungesicherte Eingaben verloren.
Welche Daten bekommt OpenStreetMap?
Nach „OpenStreetMap laden“ gehen Kartenanfragen an tile.openstreetmap.org. Dabei sind IP-Adresse und angefragte Kartenausschnitte technisch sichtbar. Eine Orts- oder Adresssuche sendet deinen Suchtext an nominatim.openstreetmap.org; „Ort / Kommune vorschlagen“ sendet den gewählten Punkt. Deine Namen, Brieftexte und Fotos werden dafür nicht mitgesendet. Es wird keine vollständige Anonymität versprochen. Datenschutz der OSM Foundation
Kann ich mit dem Prototypen sofort abmahnen?
Die Texte dienen zum Nachfragen und zur Vorbereitung eigener Anliegen. Eine förmliche strafbewehrte Abmahnung, ein Kostenersatzanspruch oder ein Gerichtsverfahren wird nicht automatisiert erzeugt. Vor einer solchen Eskalation sollten Anspruch, Nachweise, Adressat und Kostenrisiko individuell geprüft werden.
Warum sehe ich keine Kameras anderer Nutzer?
Dieser Prototyp enthält bewusst keine öffentliche Meldedatenbank und keine erfundenen Kamerameldungen. Eine spätere gemeinsame Karte braucht einen gesonderten Betrieb mit Moderation, Nachweisprüfung, Korrekturmöglichkeiten und eigenem Datenschutzkonzept. Deine lokalen Punkte sind keine festgestellten Rechtsverstöße.
Ein Thema. Eine ganze Familie an Hilfen.
Hier geht es um Kameras.
Beim Alarmlotsen um deinen Alltag.
Ob ein Brief, ein Konflikt oder eine Ablehnung: Finde den passenden Einstieg und entscheide selbst, wie du weitergehst.